Rezension: Die Grimm Chroniken Die Apfelprinzessin - Maya Shepard
Titel: Die Grimm Chroniken Die Apfelprinzessin
Autor: Maya Shepard
Verlag: Sternensandverlag
Seiten: ca. 146
Preis: 8,95€ (Taschenbuch) ; 4,99€ 0,99€ (Ebook)
ISBN: 978-3-906829-70-8
ISBN: 978-3-906829-70-8
Dieses Buch beginnt nicht mit Es war einmal, denn auf diese Weise fangen
all die Lügen an, die Wilhelm und Jacob in die Welt gesetzt haben. Dies
ist kein Märchen, sondern eine wahre Geschichte.
Es heißt, die Bösen werden bestraft und die Guten leben glücklich bis ans Ende ihrer Tage. Das Leben ist aber nicht schwarz-weiß und gewiss nicht glücklich. Rot ist die Farbe, die über das Schicksal bestimmen wird.
Die Lüge ist oft nicht von der Wahrheit zu unterscheiden, am wenigsten, wenn die Wahrheit zu schrecklich ist, um sie glauben zu wollen.
Es heißt, die Bösen werden bestraft und die Guten leben glücklich bis ans Ende ihrer Tage. Das Leben ist aber nicht schwarz-weiß und gewiss nicht glücklich. Rot ist die Farbe, die über das Schicksal bestimmen wird.
Die Lüge ist oft nicht von der Wahrheit zu unterscheiden, am wenigsten, wenn die Wahrheit zu schrecklich ist, um sie glauben zu wollen.
Die Apfelprinzessin war mein erstes Buch aus dem Sternensandverlag. Ich bin auf dieses Buch gestoßen, weil ich nach Märchenadaptionen gesucht habe und es auch schon auf vielen Blogs gesehen. Jede Rezension, die ich zu der Reihe gelesen habe, war immer positiv und so musste ich mir einfach das Ebook zulegen.
Hier begleiten wir Wilhelm, der in Berlin in einer betreuten Wohngemeinschaft lebt. Seine Mutter ist gestorben und sein Vater ist in eine Pyschiatrie. Will besucht seinen Vater jeden Freitag mehr oder weniger freiwillig, denn er hält seinen Vater einfach nur für verrückt und will eigentlich nichts mit ihm zu tun haben. Schließlich glaubt sein Vater, dass Märchen echt sind. Für Will ist das natürlich totaler Blödsinn. Doch einestages taucht in der Wohngemeinschaft ein seltsames kleines Männchen auf. Dieser teilt Will mit, dass er nach Königswinter zur Königin kommen soll und damit beginnt nicht nur für Will ein Abenteuer, denn er wird von den Geschwistern Maggie und Joe begleitet.
"Die Lüge ist oft nicht von der Wahrheit zu entscheide, am wenisgten dann, wenn die Wahrheit zu schrecklich ist, um sie glauben zu wollen." (S.7)
Wie schon dieses Zitat andeutet, ist dieses Märchenadaption viel düsterer. Dieses Märchenadaption zu Schneewitchen erzählt die Geschichte von Schneewitchen, wo die böse Königin gut ist und Schneewitchen böse. Ich kann euch nur sagen, dass dieses Konzept vollkommen aufgegangen ist. Die Geschichte ist sehr sehr düster und ich hatte beim Lesen immer so eine leichte Gänsehaut und dennoch hatte ich immer noch diese Gefühl, dass ich wirklich ein Märchen lese. Will ist ziemlich griesgrämmig und ich wurde noch nicht so richtig warm mit ihm, denn er wirkte auf mich mehr so wie ein 40 jähriger alter Mann, der komplett rational denkt und keinen Sinn mehr für Fantasie hat. Als ich dann die Geschichte mit seinem Vater gehört habe, konnte ich irgendwoher verstehen, dass Wil so geworden ist. Schließlich musste er ziemlich schnell erwachsen werden und hat auch Angst irgendwann so wie sein Vater zu werden.
Dafür hat Maggy umso mehr Fantasie und einen Sinn für die Märchenwelt, die die drei Jugendliche betreten. Sie war mir ziemlich sympathisch, denn in diesem Buch hat man schon bemerkt, dass sie ihre Freunde nicht im Stich lassen wird und sie mit ihnen durchs Feuer gehen würde. Von Joe habe ich noch nicht so viel mitbekommen, da mehr zum Ende hin wirklich im Buch eine Rolle gespielt hat. Auch er scheint mir eher mehr rational zu sein und scheint mit der Märchenwelt noch leicht überfordert zu sein.
Die drei Freunde waren mir alle irgendwo noch sehr verschlossenen und so konnte ich im ersten Band nur einen ersten Eindruck von ihnen gewinnen, aber ich denke, dass ich im Verlauf der Geschichte noch alle noch richtig mögen werde.
Die Geschichte war mit ihren 146 Seiten ziemlich kurz und ich hatte irgendwie das Gefühl, dass die Autorin gerade dort aufgehört hat, wo es spannend wurde und ich hätte am liebsten gleich den zweiten Band gelesen. Allerdings fand ich das ganze auch etwas enttäuschen, da ich ganz gerne noch mehr gelesen hatte. Auf der Frankfurter Buchmesse habe ich dann von einer Verlagsmitarbeiterin erfahren, dass die Grimm Chroniken mehr so wie eine Serie aufgemacht ist und jeder Band sozusagen eine Folge darstellt.
Ob ich dieses Format mag oder nicht, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht, dass wird sich dann im Laufe der Zeit wahrscheinlich herausstellen.
Die Apfelprinzessin ist eine düstere, aber dennoch sehr märchenhafte Erzählung von Schneewitchen. Ich weiß noch nicht, was ich vom Format halten soll, aber es steht für mich auf jeden Fall fest, dass ich diese Reihe weiterlesen werde. Ich gebe dem Buch 4 von 5 Sterne!
★★★★



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