Rezension: Midnight Blue - L.J. Shen




 Rezensionsexemplar! Vielen Dank an LYX für das Bereitstellen des Rezensionsexemplares


Titel: Midnight Blue
Autor: L. J. Shen
Verlag: Lyx
Seiten:  442
Preis: 12,90€ (Paperback)
ISBN:     978-3-7363-0992-0


Alex Winslow war wie ein Wirbelsturm - wunderschön aus der Ferne, doch wenn man ihm zu nah kam, konnte er einen zerstören
Indigo Bellamy zögert nicht lange, als sie das Jobangebot erhält: Sie soll Alex Winslow, den größten Rockstar der Welt, auf seiner Tournee begleiten und dafür sorgen, dass er nicht wieder auf die schiefe Bahn gerät. Doch das ist leichter gesagt als getan. Nicht nur ist Alex alles andere als begeistert von der Babysitterin, die ihm an die Seite gestellt wird - vom ersten Moment an knistert es zwischen ihm und Indigo heftig. Dabei haben beide mit den Dämonen ihrer Vergangenheit zu kämpfen und sind nicht bereit, ihr Herz erneut zu riskieren ...

  
Als ich den Klappentext gelesen habe, war ich irgendwie neugierig auf dieses New Adult Buch. Dabei lese ich so gut wie gar keine Rockstar Romanzen, da sie mich in der Regel nicht ansprechen. Doch irgendwie fand ich die Idee von dem persönlichen Babysitter ganz interessant und so habe ich dann doch das Buch gelesen. Vielen Dank an den Lyx Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

In Midnight Blue begleiten wir Indie, die mit ihrem Bruder und dessen Familie in einer kleinen Wohnung in Los Angeles lebt. Verzweifelt sucht sie nach einem Job, um ihre Familie über Wasser zu halten und stößt dabei auf das Angebot auf den Rockstar Alex Bellamy aufzupassen, während dieser auf Welttournee ist. Zuerst ist Indie alles andere als begeistert, aber die Bezahlung ist gut, weshalb sie letztendlich den Job annimmt. Dabei weiß sie noch nicht, wie sehr sich ihr Leben danach verändern wird…
Die Story fand ich wirklich interessant und ich mochte es sehr, wie das ganze Tour leben beschrieben wurde. Es wurde nicht gerade glanzvoll beschrieben, so wie man es sich im ersten Moment vorstellt, sondern als sehr anstrengend und stressig. Das gab dem ganzen Buch mehr Authentizität und so stelle ich mir auch eher eine Tournee vor.  Das Drama am Ende des Buches konnte ich jedoch nicht wirklich nachvollziehen, da sowohl Alex als auch Indie wussten, worauf sie sich eingelassen haben. Dafür fand ich es sehr gut, dass die Autorin gezeigt hat, dass Liebe kein Heilmittel für Krankheiten sein kann. Gerade diesen Aspekt finde ich in Büchern besonders wichtig und deshalb habe ich mich sehr gefreut, wie die Geschichte ausgegangen ist. Ich wünsche mir wirklich mehr von diesem sensiblen Umgang mit solchen Themen in Büchern.
Indie als Protagonist hat mich gerade am Anfang sehr an die Protagonistin aus Vicious Love erinnert. Die beiden Charaktere haben eine sehr starke Ähnlichkeit in ihrem Aussehen, Klamottengeschmack und auch in ihrem Charakter. Mich hat das nicht sonderlich gestört, dass die beiden Charaktere so ähnlich waren, weil ich sie beide sehr gemocht habe. Allerdings hätte ich mir hier und da dann doch ein paar Unterschiede gewünscht. Schließlich sollten es zwei komplett unterschiedliche Charaktere sein. Besonders toll fand ich, dass Indie eine wirklich selbstbewusste Protagonistin war, die auch für ihre Sachen eingestanden hat und nicht immer sofort klein beigegeben hat. Nein, sie hat auch Alex ordentlich Kontra gegeben, was auch an der ein oder anderen Stelle zu Konflikten geführt hat. Auch Alex war mir sehr sympathisch. Am Anfang war er wirklich ein Arschloch und man seine negativen Eigenschaften haben auch wirklich die guten überdeckt. Aber Alex war von Anfang an sehr ehrlich und hat sich an sein Wort gehalten. Er hat nie etwas schön geredet, sondern allen die Wahrheit direkt ins Gesicht gesagt. Das habe ich sehr an Alex geschätzt. Außerdem hatte ich nie das Gefühl, dass er Indie wirklich diskriminiert oder sie ernsthaft beleidigt. Natürlich gab es den ein oder anderen Spruch von ihm, aber da habe ich schon deutlich schlimmere Sachen in New Adult Büchern gelesen.  
Der Schreibstil war insgesamt sehr schön und auch sehr flüssig. Besonders die Idee einzelne Zeilen von Alex Liedern einfließen zu lassen, fand ich eine sehr schöne Idee und das Buch nochmal ein bisschen hervorgehoben.


Midnight Blue war mein erstes Rockstarbuch und es hat mir wirklich gut gefallen. Zwar konnte ich das Drama nicht ganz nachvollziehen und ich hätte mir eine etwas individuellere Protagonistin gewünscht, aber dafür geht das Buch super mit Krankheiten um und bietet eine schöne Lovestory. Ich kann dieses Buch nur jedem weiterempfehlen und ich werde definitiv mehr Rockstarbücher lesen. Ich gebe dem Buch 4 von 5 Sternen!
★★★★

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