Rezension: Tributen von Panem flammender Zorn
Verlag: Oetinger Verlag
Seiten: 430
Preis: 18,95€ (gebundene Ausgabe)
Klappentext:
Möge das Gute siegen! Möge die Liebe siegen! Das grandiose Finale! Katniss gegen das Kapitol!
Schwer verletzt wurde Katniss von den Rebellen befreit und in Distrikt 13 gebracht. Doch ihre einzige Sorge gilt Peeta, der dem Kapitol in die Hände gefallen ist. Die Regierung setzt alle daran, seinen Willen zu brechen, um ihn als Waffe gegen die Rebellen einsetzen zu können. Gale hingegen kämpft weiterhin an der Seite der Aufständischen, und das - zu Katniss' Schrecken - ohne Rücksicht auf Verluste. Als sie merkt, dass auch die Rebellen versuchen, sie für ihre Ziele zu missbrauchen, wird ihr klar, dass sie alle nur Figuren in einem perfiden Spiel sind. Es scheint ihr fast unmöglich, die zu schützen, die sie liebt!
Meine Meinung:
Nachdem
ich den zweiten Band der Reihe beendet hatte, war ich echt froh, dass
ich den dritten Band zuhause hatte und weiterlesen konnte, denn die
Bücher hatten eindeutig einen riesengroßen Suchtfaktor und ich glaube,
so schnell habe ich keine andere Trilogie gelesen wie diese.
Auch
hier war der Schreibstil sehr flüssig und leicht. Doch im Vergleich zu
den ersten beiden Bänden hatte ich hier das Gefühl, als würde der
Schreibstil etwas stocken. Er war einfach nicht mehr so rund wie zuvor
und dadurch hatte auch das Buch auch an Spannung ziemlich verloren.
Generell
ging das Buch vergleichsweise schleppend voran. Nachdem Katniss nach
Distrikt 13 gebracht wurde, wo sich das Hauptquartier der Rebellen
befand, passierte lange Zeit nichts wirklich wichtiges. Katnisss
schließt sich mehr oder weniger freiwillig den Rebellen an und nimmt den
Platz in der Gruppe der Rebellen ein, der für sie vorgesehen war.
Sobald Katniss dies getan hatte, fing das Buch an sehr langatmig zu
werden, was ich so überhaupt nicht von dieser Reihe kannte und ich fand
das sehr schade, dass ausgerechnet der letzte Band nun solche langen
Stellen hatte. Dadurch hat es leider auch eine ganze Weile gedauert bis
die Story mal richtig Fahrt aufgenommen hatte und selbst dann konnte
mich das Buch nicht wirklich überzeugen.
Das lag besonders an Katniss Verhalten, dass mich eher an ein Kleinkind erinnert hat, als an jemanden, der gerade zweimal in Folge bei den Hungerspielen antreten musste.
Dafür wurde aber endlich Katniss und Gales Beziehung genauer ausgearbeitet und ich fand es einfach wunderbar mehr über ihre Freundschaft zu erfahren. Zwar waren da Szenen dabei, die irgendwie romantisch sein sollten, es aber nicht waren.
Im großen und ganzen fand ich es ganz okay wie die Rebellion verlaufen ist. Allerdings finde ich das Ende der Rebellion nicht wirklich gelungen. Dies lag vor allem an einer Antwort von Katniss auf eine Frage von Coin, die sie den Tributen, die die Rebellion überlebt haben,zum Schluss der Rebellion gestellt hatte. Ihre Antwort konnte ich nicht nachvollziehen und auch lag keine Begründung der Autorin vor. Da hätte ich mir wirklich ein zwei Seiten mehr gewünscht, die Katniss Antwort begründet. Dadurch habe ich mich auch unwillkürlich gefragt, was für einen Sinn es hatte, dass Katniss bei der Rebellion überhaupt mitgemacht hatte und was diese gebracht hatte, wenn Katniss am Ende nicht wirklich dazu beiträgt, dass Panem besser wird. Deswegen fand ich die Story dann doch relativ schwach und das Ende war echt enttäuschend.
Wenn wir auf die Charaktere blicken, dann muss ich sagen, dass Gale mit Abstand mein Lieblingscharakter war. Von allen Charakteren war er für mich am greifbarsten und auch war er einer der treibenden Kräften in der Rebellion und gleichzeitig würde er Katniss ohne zu zögern folgen, aber ihre Entscheidungen gleichzeitig hinterfragen. Auch hat er die Dinge auf längere Hinsicht betrachtet und das fand ich echt wunderbar. Zwar hat man dadurch auch bemerkt, dass er keine Hemmungen hatte Leben auszulöschen und hat durch seine Sicht vielleicht auch den ein oder anderen Fehler gemacht, aber in der echten Welt handeln Offiziere und Rebellen auch so und deshalb mochte ich Gale irgendwie.
Peeta hingegen war für mich eher eine Nebenfigur,denn zur Handlung hat er nicht wirklich viel beigetragen. Als er in Distrikt 13 ankommt, merkt man, wie schrecklich das Kapitol sein kann und dass Peeta wirkliche Schäden vom Kapitol bekommen hat, die in ein paar Wochen nicht wirklich zu lösen sind, sondern ein Leben lang bleiben. Dennoch hat er zuerst immer an andere gedacht und nie an sich und das fand ich wiederherum großartig.
Kommen wir mal nun zu unserer herzallerliebsten Katniss. Leider hat sie mir so gar nicht sympathisch. Wie ich schon erwähnt habe, verhielt sich Katniss mehr wie ein Kleinkind und nicht wie jemand, der durch die Hungerspiele erwachsen geworden ist. Zwar war es sehr schade, aber ich fand es nicht weiter schlimm, aber was ich richtig schlimm fand war, dass sie nie so richtig um ihre Freunde getrauert hat. Ich habe keinen einzigen Satz gefunden, wo der Tod ihrer Freunde mal leid tat und dass sie mal ein paar Gedanken an ihnen verschwendet hat. Sie hat nur erwähnt, dass sie tot waren und mehr nicht. Das fand ich ziemlich schade, da dadurch Katniss für mich nicht als eine Person gewirkt hat, sondern eher wie eine Figur in diesem Buch. Auch ging mir ihr ständiges hin und her zwischen Gale und Peeta auf die Nerven. Vor allem weil dieses Hin und her nur darauf aus, war mit wem sie am besten überleben kann und nicht auf ihre Gefühle.
"Katniss wird den nehmen, von dem sie denkt, dass sie ohne ihn nicht überleben kann." , Gale (Seite 360)
Ich denke dieses Zitat beschreibt Katniss am besten. Für mich lag Katniss Entscheidung nicht auf Liebe, sondern auf einer rationalen Entscheidung. Für mich hat das Katniss leider echt unsympathisch gemacht und konnte mich überhaupt nicht mehr identifizieren, was dann leider das Buch echt nach unten gerissen hat.
Das lag besonders an Katniss Verhalten, dass mich eher an ein Kleinkind erinnert hat, als an jemanden, der gerade zweimal in Folge bei den Hungerspielen antreten musste.
Dafür wurde aber endlich Katniss und Gales Beziehung genauer ausgearbeitet und ich fand es einfach wunderbar mehr über ihre Freundschaft zu erfahren. Zwar waren da Szenen dabei, die irgendwie romantisch sein sollten, es aber nicht waren.
Im großen und ganzen fand ich es ganz okay wie die Rebellion verlaufen ist. Allerdings finde ich das Ende der Rebellion nicht wirklich gelungen. Dies lag vor allem an einer Antwort von Katniss auf eine Frage von Coin, die sie den Tributen, die die Rebellion überlebt haben,zum Schluss der Rebellion gestellt hatte. Ihre Antwort konnte ich nicht nachvollziehen und auch lag keine Begründung der Autorin vor. Da hätte ich mir wirklich ein zwei Seiten mehr gewünscht, die Katniss Antwort begründet. Dadurch habe ich mich auch unwillkürlich gefragt, was für einen Sinn es hatte, dass Katniss bei der Rebellion überhaupt mitgemacht hatte und was diese gebracht hatte, wenn Katniss am Ende nicht wirklich dazu beiträgt, dass Panem besser wird. Deswegen fand ich die Story dann doch relativ schwach und das Ende war echt enttäuschend.
Wenn wir auf die Charaktere blicken, dann muss ich sagen, dass Gale mit Abstand mein Lieblingscharakter war. Von allen Charakteren war er für mich am greifbarsten und auch war er einer der treibenden Kräften in der Rebellion und gleichzeitig würde er Katniss ohne zu zögern folgen, aber ihre Entscheidungen gleichzeitig hinterfragen. Auch hat er die Dinge auf längere Hinsicht betrachtet und das fand ich echt wunderbar. Zwar hat man dadurch auch bemerkt, dass er keine Hemmungen hatte Leben auszulöschen und hat durch seine Sicht vielleicht auch den ein oder anderen Fehler gemacht, aber in der echten Welt handeln Offiziere und Rebellen auch so und deshalb mochte ich Gale irgendwie.
Peeta hingegen war für mich eher eine Nebenfigur,denn zur Handlung hat er nicht wirklich viel beigetragen. Als er in Distrikt 13 ankommt, merkt man, wie schrecklich das Kapitol sein kann und dass Peeta wirkliche Schäden vom Kapitol bekommen hat, die in ein paar Wochen nicht wirklich zu lösen sind, sondern ein Leben lang bleiben. Dennoch hat er zuerst immer an andere gedacht und nie an sich und das fand ich wiederherum großartig.
Kommen wir mal nun zu unserer herzallerliebsten Katniss. Leider hat sie mir so gar nicht sympathisch. Wie ich schon erwähnt habe, verhielt sich Katniss mehr wie ein Kleinkind und nicht wie jemand, der durch die Hungerspiele erwachsen geworden ist. Zwar war es sehr schade, aber ich fand es nicht weiter schlimm, aber was ich richtig schlimm fand war, dass sie nie so richtig um ihre Freunde getrauert hat. Ich habe keinen einzigen Satz gefunden, wo der Tod ihrer Freunde mal leid tat und dass sie mal ein paar Gedanken an ihnen verschwendet hat. Sie hat nur erwähnt, dass sie tot waren und mehr nicht. Das fand ich ziemlich schade, da dadurch Katniss für mich nicht als eine Person gewirkt hat, sondern eher wie eine Figur in diesem Buch. Auch ging mir ihr ständiges hin und her zwischen Gale und Peeta auf die Nerven. Vor allem weil dieses Hin und her nur darauf aus, war mit wem sie am besten überleben kann und nicht auf ihre Gefühle.
"Katniss wird den nehmen, von dem sie denkt, dass sie ohne ihn nicht überleben kann." , Gale (Seite 360)
Ich denke dieses Zitat beschreibt Katniss am besten. Für mich lag Katniss Entscheidung nicht auf Liebe, sondern auf einer rationalen Entscheidung. Für mich hat das Katniss leider echt unsympathisch gemacht und konnte mich überhaupt nicht mehr identifizieren, was dann leider das Buch echt nach unten gerissen hat.
Fazit:
Die
Tribute von Panem Flammender Zorn ist eindeutig der schlechteste Band
der Reihe. Ich war mit den meisten Entwicklungen der Charaktere
überhaupt nicht zufrieden und auch das Ende beinhaltet für mich einen
Logikfehler und war dann doch am Ende recht enttäuschend. Besonders
dann, wenn man an den Auftakt der Reihe denken muss. Deswegen kann ich
den Buch leider nur 2 Sterne geben.
★★/★★★★★
Huhu :)
AntwortenLöschenMir ging es mit dem Band damals leider ganz genauso 😕 Im Vergleich mit Band 1 und 2 kann die Geschichte einfach nicht mehr mithalten!
Liebe Grüße,
Lisa von Prettytigers Bücherregal (Blog & Facebook)
Ja das ist wirklich so. Schade eigentlich, da die Reihe einen echt starken Auftakt hatte :/
LöschenLG Larissa