Rezension: Tribute von Panem Gefährliche Liebe

Autor: Suzanne Collins
Verlag: Oetinger Verlag
Seiten: 430
Preis:  18,95€

Klappentext:

 Seitdem Katniss und Peeta sich geweigert haben, einander in der Arena zu töten, werden sie vom Kapitol als Liebespaar durch das ganze Land geschickt. Doch da ist auch noch Gale, der Jugendfreund von Katniss. Und mit einem Mal weiß sie nicht mehr, was sie wirklich fühlt oder fühlen darf. Als immer mehr Menschen in ihr und Peeta ein Symbol des Widerstands sehen, geraten sie alle in große Gefahr. Und Katniss muss sich entscheiden zwischen Peeta und Gale, zwischen Freiheit und Sicherheit, zwischen Leben und Tod. 

Meine Meinung:

 

Der Schreibstil:

 

Auch der zweite Band ist genauso spannend geschrieben wie der erste. Allerdings fand ich den ersten noch einen Ticken spannender, da dort die Ereignisse schneller kamen, als beim zweiten Band. Hier hat sich Suzanne Collins zwischen den Ereignissen etwas mehr Zeit gelassen. Dennoch hat mich dieses Buch von Anfang an gefesselt und nicht mehr losgelassen. Wieder hatte ich einen unglaublich schnellen Lesefluss, einfach weil ich wissen musste wie es weitergeht.

Die Story:

 

Die Story beginnt ein paar Monate, nachdem Katniss und Peeta Sieger der 74 Hungerspiele wurden und in ihrem Distrikt zurückgekehrt sind. Doch die Sicherheit in der sich Katniss und Peeta wiegen,bleibt nicht lange erhalten, denn die 75. Hungerspiele stehen vor der Tür und damit ein Jubel- Jubiläum der Hungerspiele. Das bedeutet, dass die Hungerspiele in diesem Jahr besonders grausam ausfallen werden.
Dieses Mal bekommt man einen Einblick in das Leben des Distriktes, denn die Geschichte beginnt fast ein Jahr vor den nächsten Hungerspielen. Ich fand die Darstellung des Lebens in Distrikt sehr schön und grausam zugleich. Man hat gesehen, in welchen ärmlichen Verhältnissen die Menschen in Distrikt 12 leben und das sie dennoch glücklich sind. 
Katniss geht auch wieder mit Gale zusammen jagen. Auch wenn ihr Verhältnis angespannt ist, mochte ich diese Jagdszenen und generell mochte ich die Szenen mit Katniss und Gale zusammen. 
Dadurch hält sich das Buch recht lange am Anfang auf und braucht auch somit eine Weile bis die Geschichte wirklich in Gang kommt. Die Hungerspiele dagegen sind vergleichsweise kurz dargestellt. Zwar ging dadurch die Spannung überhaupt nicht verloren, aber irgendwie fand ich es schon etwas schade, da diese Hungerspiele viel gefährlicher waren, als die im ersten Band und ich so die Hoffnung hatte auch Mal Angst um Katniss zu haben, aber auch hier hatte ich keine Angst, dass Katniss sterben könnte. Mir kam an keiner Stelle der Gedanke daran, dass sie überhaupt sterben könnte und das fand ich dann doch schon sehr schade
.Das Ende war diesmal viel offener und warf ein Haufen Fragen auf. Der zweite Band hat ein wirklich fiesen Cliffhänger und ich war froh, dass ich den dritten Band schon hatte.

Die Charaktere:

Leider hat mir Katniss in diesem Band überhaupt nicht gefallen. Zwar war sie immer noch so eigenwillig und stur wie im ersten Band, aber irgendwie hat sie mich genervt. Ihre Gedanken und Entscheidungen, was sie als nächstes tun wollte, waren sehr sprunghaft und waren oft auch von den Personen beeinflusst, die gerade in ihrer Nähe waren. Ich hätte mir echt an manchen Stellen die Haare raufen können und habe Katniss überhaupt nicht verstanden. Auch fand ich es sehr schade, dass Katniss Trauma durch die Hungerspiele nicht so genau ausgearbeitet wurde. Es wurde doch schon recht oberflächlich nicht wirklich darauf eingegangen. Genauso trauert sie nicht wirklich um die ganzen Opfer die fallen und ihr teilweise auch was bedeutet haben. Im ganzen Buch habe ich keinen Satz erkannt, der sich mal damit beschäftigt hat, dass gerade Personen gestorben sind, die in irgendeiner Beziehung zu Katniss standen. Ich fand das echt sehr schade und damit war Katniss für mich auch nicht mehr menschlich, sondern nur noch eine Buchfigur und das fand ich dann doch sehr schade, da Katniss im ersten Band eine Persönlichkeit gezeigt hatte, die mir doch recht gut gefallen hatte.
Peeta hingegen schien gleich geblieben zu sein. Man merkt, dass die Ereignisse ihn doch schon mehr mitgenommen haben, aber leider wird das auch nicht wirklich ausgearbeitet. Dafür merkt man wie stark doch schon seine Liebe zu Katniss ist und das Katniss der Mittelpunkt seines Lebens ist. Ich fand es sehr bewundernswert, dass er Katniss deutlich klar gemacht hat, dass er alles tun würde, damit sie überlebt. Allerdings muss ich auch dazu sagen, dass es ein bisschen naiv von Peeta war, denn Katniss behandelt Peeta nicht immer wirklich so gut, dass ich sagen würde, dass sie dieses Opfer verdient hätte.
 In diesem Band erfährt man auch (endlich) mehr über Gale. Er ist Katniss sehr ähnlich. Man merkt, dass seine Familie und auch Katniss Familie für ihn das wichtigste sind und er alles tut, um beiden ein bestmögliches Leben zu ermöglichen. Auch Katniss scheint ihm sehr wichtig zu sein, nur stört ihn, dass Katniss in den Hungerspielen so getan hat, als liebte sie Peeta. Man merkt sehr deutlich, wie groß sein Hass auf das Kapitol ist und dass er alles tun würde, um dieses zu stürzen.  Besonders gut an ihm fand ich, dass er Katniss Entscheidungen immer hinterfragt hat und dadurch Katniss zum nachdenken angeregt hat, da diese nicht immer wirklich über ihre Entscheidungen nachgedacht hatte. Gale war mir von Anfang an sympathisch und ich habe ihn auch schnell ins Herz geschlossen.

Fazit:

 Das Buch ist eine gute Fortsetzung zum ersten Band, wenn man von Katniss Entwicklung hinwegsehen kann. Leider spielt Katniss eine ziemlich große Rolle in dieser Trilogie, so dass ich leider sagen muss, dass dieser Band doch schon schwächer war als der erste.

Bewertung:

★★★/★★★★★

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